Institut

Ziel des Instituts für Embodiment und Sexologie (IfES) ist die Unterstützung und Förderung der sexuellen Gesundheit von Menschen in ihren unterschiedlichen Kontexten.

Für Fachkräfte aus der psychosozialen Versorgung bieten wir Aus- und Weiterbildungen sowie berufliche Supervisionen und Coachings an.
Für die interessierte Öffentlichkeit und Hilfesuchende haben wir verschiedene Bildungsveranstaltungen zu den Themen Beziehung und Sexualität im Angebot.

Das IfES hat sich die Verbreitung und Weiterentwicklung des Sexocorporel zur Aufgabe gemacht, ein sexualtherapeutischer Ansatz mit dem wissenschaftlichen Hintergrund des Embodiment.

Das IfES wurde im März 2020 gegründet. Es ist das erste, vom Dachverband des Sexocorporel (ISI) anerkannte Ausbildungsinstitut für Sexocorporel in Deutschland.

Leitbild

Unsere Leitlinien orientieren sich an der Definition sexueller Gesundheit durch die WHO und die IPPF-Charta der sexuellen und reproduktiven Rechte.

Sexuelle Gesundheit nach der Definition der WHO (2015):

»Sexuelle Gesundheit ist untrennbar mit Gesundheit insgesamt, mit Wohlbefinden und Lebensqualität verbunden.
Sie ist ein Zustand des körperlichen, emotionalen, mentalen und sozialen Wohlbefindens in Bezug auf die Sexualität und nicht nur das Fehlen von Krankheit, Funktionsstörungen oder Gebrechen.
Sexuelle Gesundheit setzt eine positive und respektvolle Haltung zu Sexualität und sexuellen Beziehungen voraus, sowie die Möglichkeit, angenehme und sichere sexuelle Erfahrungen zu machen, und zwar frei von Zwang, Diskriminierung und Gewalt. Sexuelle Gesundheit lässt sich nur erlangen und erhalten, wenn die sexuellen Rechte aller Menschen geachtet, geschützt und erfüllt werden.
Es bleibt noch viel zu tun um sicherzustellen, dass Gesundheitspolitik und -praxis dies anerkennen und widerspiegeln.«

Sexuelle Gesundheit ist demnach einiges mehr als die Abwesenheit von Krankheit und Störung und umfasst drei wichtige Bereiche:

  • Eine Umgebung, die Menschen den uneingeschränkten Genuss ihrer Sexualität als Potenzial ihrer selbst ermöglicht.
  • Freiheit von sexuellem Zwang und sexualisierter Gewalt.
  • Prävention und Therapie von  Gesundheitsproblemen im Zusammenhang mit dem Sexualleben.

Das IfES verpflichtet sich auf die folgenden Leitlinien:

  • Die Vertretung eines humanistischen Menschenbildes, das die Würde, Freiheit und Eigenverantwortung des Individuums in den Mittelpunkt stellt.
  • Die wertschätzende Beachtung von unterschiedlichen sexuellen und partnerschaftlichen Lebensformen.
  • Die Orientierung am sexologischen Konzept des Sexocorporel vor dem wissenschaftlichen Hintergrund des Embodiment.
  • Die Bindung an die IPPF-Charta der sexuellen und reproduktiven Rechte.
  • Die Entwicklung und Erhaltung eines hohen Qualitätsstandards und kontinuierlicher Entwicklung durch konstruktive Diskurse und Kooperation mit anderen Organen, Institutionen und Fachverbänden.