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Vertiefungsseminar «Sexualität & Trauma»

Wir freuen uns, dass wir in Kooperation mit Melanie Büttner und ihrem Team schon zum zweiten Mal dieses Seminar anbieten können. Es ist ein Grundlagenseminar zum Thema «Sexualität, Körper und Trauma» und vertieft die Inhalte der Sexocorporel-Ausbildung.
Eine Teilnahme von Menschen, die nicht in der Sexocorporel-Ausbildung sind, ist – in begrenztem Umfang – möglich.
Das Seminar besteht aus 2 Teilen: 2 Tage online im Mai 24 und 2 Tage in Präsenz in München im Oktober 24.

Menschen, die sexuelle Übergriffe oder ein anderes Trauma erlebt haben, empfinden Nähe und Sexualität oft als belastend. Flashbacks, Angst und Ekel, Dissoziation und Gefühllosigkeit, aber auch Schmerzen oder verstörende Fantasien können Zeichen dafür sein, dass ein Trauma Spuren hinterlassen hat. Auch wenn es schwerfällt, in intimen Beziehungen Bedürfnisse und Grenzen zu äußern, kann ein Trauma dahinterstehen. Manche Betroffene machen deshalb immer wieder belastende oder sogar traumatische Erfahrungen. Während einige Sex deshalb lieber aus dem Weg gehen, dissoziieren andere, wenn sie sich durch Sex menschliche Zuwendung sichern. Suchen Betroffene online nach Beziehung und Sex, sind sie besonderen Risiken ausgesetzt. Doch nicht nur traumatisierte Menschen, auch ihre Partner und Partnerinnen sind oft belastet und benötigen Unterstützung.

Teil 1: 15./16. Mai 2024 (online), Melanie Büttner & Nadine
Die ersten beiden Kurstage finden als interaktive Online-Fortbildung statt. Kurzweilig, lebendig, mit viel Austausch schaffen wir per Zoom Verbindung und Nähe trotz räumlicher Distanz. Vortragsteile werden aufgelockert durch Kleingruppenarbeit in Breakout-Sessions, Diskussionsrunden, Fallvorstellungen per Video und Live-Gespräche mit Nadine, einer Betroffenen und früheren Patientin.

  • Wissen zu den Auswirkungen von Trauma auf die Sexualität und Beziehungen von Betroffenen und ihren Partner:innen
  • Know-how für die traumakompetente Gesprächsführung, Anamnese und Diagnostik bei sexuellen Problemen und Störungen
  • Nadine beantwortet Fragen zu ihrem Entwicklungsweg und erklärt, was ihr am besten geholfen hat.

Teil 2:  19./20. Oktober 2024 (Präsenz in München), Melanie Büttner & Karin Paschinger 

Zum dritten und vierten Kurstag treffen wir uns in München in den Räumlichkeiten des Traumahilfezentrums.
Tag 3 mit Karin Paschinger & Nadine:

  • Traumasensible Körpertherapie (mit Selbsterfahrungsanteilen).

Tag 4 mit Melanie Büttner:

  • Einführung in ein Behandlungskonzept, das Elemente aus der Trauma-, Sexual-, Paar- und Körpertherapie verbindet. Die Arbeit stärkt Betroffene in ihrer sexuellen Selbstfürsorge und Selbstbestimmung und lindert Wiedererleben und Dissoziation. Partner:innen werden dabei intensiv miteinbezogen. Es werden grundsätzliche Therapiestrategien und ausgewählte Interventionen vermittelt.
  • Grenzen der eigenen therapeutischen Möglichkeiten und ergänzende Therapieoptionen.

Mitwirkende

  • Dr. med. Melanie Büttner ist Sexualtherapeutin/-medizinerin und Supervisorin (DGfS), Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und Traumatherapeutin. Nach 14 Jahren am Münchener Universitätsklinikum rechts der Isar ist sie heute Inhaberin der Praxis und des Instituts für Sexual-, Psycho- und Traumatherapie. Auch wissenschaftlich beschäftigt sie sich mit den Auswirkungen von (sexueller) Gewalt auf die Sexualität. Melanie Büttner ist Autorin und Herausgeberin mehrerer Bücher und zusammen mit Sven Stockrahm Macherin des ZEIT-ONLINE-Sexpodcasts „Ist das normal?“. Weitere Informationen: www.melanie-buettner.de
  • Karin Paschinger vermittelt, wie man Körpertherapie einsetzen kann, um traumatisierten Menschen wirkungsvoll zu helfen. Die Physiotherapeutin und Feldenkrais-Practitioner ist seit 1995 am Uniklinikum rechts der Isar tätig. Ihre Arbeit basiert auf der Feldenkrais-Methode und integriert osteopathische und physiotherapeutische Elemente wie Beckenboden- und manuelle Therapie, physikalische Medizin oder neurokognitive Rehabilitation nach Perfetti.
  • Nadine ist eine frühere Patientin und hat selbst sexuelle Gewalt erlebt. Berührend und warmherzig berichtet sie von ihrem Entwicklungsweg und erklärt, was ihr in der Therapie am meisten geholfen hat. Zusätzlich geht sie gerne auf Fragen der Teilnehmenden ein.

Begleitliteratur

Sexualität und Trauma. Grundlagen und Therapie traumaassoziierter sexueller Störungen. Büttner (Hrsg.). Schattauer, 2018.

Catering

Die Kursgebühr enthält die Kosten für die Verpflegung in Frühstücks-, Mittags- und Nachmittagspause während der Präsenztermine.

Datum und Ort:

  • Teil 1 am 15. und 16. Mai 2024 via Zoom
  • Teil 2 am 19. und 20. Oktober 2022 in München, Traumahilfezentrum ( www.thzm.de)

Arbeitszeiten:

  • 09.00 bis 10.30 Uhr – Pause: 15 min.
  • 10.45 bis 12.15 Uhr – Pause: 90 min.
  • 13.45 bis 15.15 Uhr – Pause: 15 min.
  • 15.30 bis 17.00 Uhr

Kosten: 750€

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